Integration der Flüchtlinge Dauert viele Jahre

Die AWO gab in der letzten Sitzung des SKS-Ausschusses der Gemeinde einen ausführlichen Bericht über die in Barsbüttel lebenden anerkannten und noch nicht anerkannten Flüchtlinge.

236 geflüchtete Personen wohnen in unserer Gemeinde. Davon wurden 177 Flüchtlinge bereits anerkannt. Bei 59 Personen laufen noch die Asylverfahren. Es leben keine abgelehnten Asylsuchende in Barsbüttel. 

Davon sind 80 Flüchtlinge minderjährig, die fast alle eine Kita oder Schule besuchen. 11 kleine Kinder werden allein von ihren Eltern betreut. 

Die Betreuung der anerkannten Flüchtlinge fällt in die Zuständigkeit der Jobcenter, die auch die Kosten des Lebensunterhaltes übernehmen. 

Alle Flüchtlinge müssen und können einen Integrationskurs besuchen, in denen sie auch deutsch lernen. Unsere VHS bietet ebenfalls Sprachkurse an. 

Mit einem umfangreichen Programm bietet die AWO den Flüchtlingen auch in Barsbüttel jede Hilfe zur Integration an.  

Dazu Hermann Hanser (SPD), Fraktionsvorsitzender und Mitglied des SKS-Ausschusses: „Die Angebote der Gemeinde und der AWO sind vorbildlich. Wir haben die Flüchtlinge nicht nur ordentlich untergebracht, sie versorgt sondern jetzt bemühen wir uns wirklich, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren. Ein Dank an die vielen privaten Helfern“. 

Integration dauert seine Zeit. Die AWO rechnet mit gut fünf Jahren. Neben der Sprache müssen Viele ihre Berufskenntnisse neu in Deutschland bestätigen lassen. 

Sebastian Bernt (SPD), stellvertretender Vorsitzender des SKS Ausschusses:

„Mancher Syrer oder Afghane ist ein guter Handwerker und leistet viel. Aber er hat keinen Berufsabschluss, wie man ihn in Deutschland erwerben kann. Die Leute lernen in ihren Ländern die Berufe durch Vermittlung von Fähigkeiten. Unser Duales Ausbildungssystem ist nahezu einmalig in der Welt. Ein Handwerker hat in Syrien keinen Gesellen- oder Meisterbrief. Diese Menschen müssen bei uns schnell nachqualifiziert werden, damit sie in die Arbeitswelt integriert werden können.“ 

Die Kosten für die Flüchtlinge übernehmen im wesentlichen der Kreis Stormarn, das Land Schleswig-Holstein und der Bund. 

Hanser: „Mit den Stimmen der CDU, SPD und den Grünen haben wir zusätzliche Mittel in den Haushalt der Gemeinde für 2018 eingestellt, damit die Verwaltung jederzeit handlungsfähig ist und die Betreuung vor Ort unterstützen kann. Die BfB hat den Haushalt abgelehnt.“

Durch die Kosten der Flüchtlingsbetreuung wurde kein geplantes Vorhaben in der Gemeinde zurückgestellt. Im Gegenteil, das Geld, das wir für die Flüchtlinge ausgeben, ist auch ein großes Konjunkturprogramm. Die Binnennachfrage wird gestärkt, neue Jobs werden geschaffen.