Hohe KitaGebühren in Barsbüttel

Wie in weiten Teilen Schleswig-Holsteins sind auch in Barsbüttel die Kitagebühren sehr hoch. Die SPD tritt bundesweit für freie Bildung von der Kita bis zur Hochschule ein.

Bereits im Rahmen der Koalitionsverhandlungen der aktuellen Landesregierung aus CDU, FDP und Grünen ("Jamaika-Koalition") wurde klar, dass vor allem Krippenplätze kurzfristig wieder teurer werden. Die Landesregierung möchte das "Krippengeld" von monatlich 100 Euro, das von der Vorgängerregierung aus SPD, Grünen und SSW zur Unterstützung der Eltern eingeführt wurde, wieder abschaffen. Damit werden für einen Krippenplatz in Barsbüttel wieder jeden Monat bis zu 569 Euro, zuzüglich 50 Euro Essengeld, von den Eltern zu tragen sein.

Die Landesregierung hat eine umfassende Reform der Kitafinanzierung in Schleswig-Holstein versprochen. Sie kündigt bessere Qualität, einheitliche Gebührenberechnungen und niedrigere Elternbeiträge an. Hoffen wir, dass es nicht bei einem Versprechen bleibt.

Sebastian Bernt, stellvertretender Vorsitzender des SKS-Ausschusses und Vater zweier Kinder im Kita-Alter: "Die aktuelle Gebührensituation ist für Eltern nicht mehr tragbar, vor allem im Hamburger Umland, wo Mieten und Grundstückspreise hoch sind."

Die landesweit praktizierte Kopplung der Elternbeiträge an die Kosten von Kitas nach einem festgesetzten Prozentsatz lehnt die SPD Barsbüttel ab. "Es ist nicht entscheidend, wie viel Prozent der Kosten die Eltern tragen sollen, sondern was sie sich noch leisten können. Die frühkindliche Bildung wird durch hohe Kitagebühren unattraktiv." so Hermann Hanser, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Barsbütteler Gemeindevertretung. Frühkindliche Bildung in Kitas, speziell im U3-Bereich, ist der erste Schritt in einen erfolgreichen Wissens- und Persönlichkeitsbildungsprozess. "Deutschland ist eine Wissensgesellschaft und eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Wir legen unseren Kindern unnötig Steine in den Weg, ein erfolgreiches, selbstbestimmtes Leben zu beginnen, wenn wir Kitagebühren unnötig hoch ansetzen. Es besteht die Gefahr, dass immer weniger Kinder die Kitas besuchen können." fügt Sebastian Bernt hinzu.

Die SPD Barsbüttel setzt sich über ihre Vertreter im Kreis- und Landtag für eine schrittweise Abschaffung der Kitagebühren in Schleswig-Holstein ein. Die Bundes-SPD fordert freie Bildung von der Kita bis zur Hochschule. Für die Gemeinde Barsbüttel ist das Angebot kostenfreier Kitaplätze finanziell nicht ohne Landes- und Bundesmittel umsetzbar.

Die SPD Barsbüttel wird bis dahin keiner Erhöhung der Kitagebühren in Barsbüttel zustimmen.