Wie sich Barsbüttel bis 2030 entwickeln kann

Nach mehrjähriger Diskussionen in vielen Gremien, in Bürgerworkshops, in Veranstaltungen der Parteien, in Fraktionssitzungen und mehreren Sitzungen des Planungsausschusses hat die Gemeindevertretung endlich im Juni 2017 einen  neuen Flächennutzungsplan (FNP) für Barsbüttel mit den Stimmen der CDU und SPD beschlossen.

Der FNP gibt an, wie sich Barsbüttel bis 2030 entwickeln könnte. Der Plan legt nicht fest, was sich schon morgen verändern wird. Dafür sind neue Bebauungspläne (B-Pläne) oder Änderungen der bestehenden erforderlich. Erst diese B-Pläne schaffen eine neue Rechtsgrundlage. 

Einen FNP gab es für Barsbüttel immer. Der jetzt gültige wurde bereits 41. Mal geändert. Es ist an der Zeit, einen neuen aufzustellen. Das ist geschehen. Der neue FNP muss jetzt vom Kreis und vom Land Schleswig-Holstein genehmigt werden. Die Gemeinden können nicht unabgestimmt entscheiden, wie sich jede Gemeinde aus ihrer alleinigen Sicht entwickeln soll. 

Die Grundsätze der SPD sind:

  • Keine Zersiedelung der Landschaft 
  • Barsbüttel kann wachsen aber mit Augenmaß und nicht ungebremst nach dem Willen der Eigentümer möglicher Bauflächen. 

Barsbüttel benötigt neue Flächen für einheimische Gewerbebetriebe, die sich erweitern wollen. Neue Gewerbebetriebe möchten sich in Barsbüttel ansiedeln.

Für die Gemeinde sind Betriebe wichtig, die Arbeitsplätze schaffen und Gewerbesteuern an die Gemeinde abführen. Der neue FNP weist entsprechende Flächen für Betriebe aus. 

Nicht nur Hamburg und Stormarn benötigen mehr und neue Wohnungen. Hermann Hanser, Vorsitzender der SPD Fraktion, sagt: „Fachliche Berechnungen kommen zu dem Ergebnis, dass in den nächsten Jahren bis zu 600-700 Wohnungen in der Gemeinde Barsbüttel benötigt werden“. Es liegen eine Vielzahl von Anfragen für die Errichtung von Einfamilienhäuser vor. Der Hamburger Stadtrand wächst, so auch Barsbüttel. 

In erster Linie soll es in Barsbüttel zu einer Verdichtung unter Ausnutzung jener Freiflächen kommen, in deren unmittelbarer Nähe schon Häuser gebaut wurden, das heißt große Grundstücke können mit einem weiteren Haus bebaut werden. 

Hanser: „Das reicht aber nicht. Deshalb sind im FNP Flächen im Norden der Gemeinde am Waldenburger Weg, nördlich Birkenweg aber auch südlich des Nahversorgungszentrums, der Callington Straße und südlich der Hauptstraße für eine Wohnbebauung vorgesehen. Und auch einige Flächen in Willinghusen“.    

Die SPD kann sich grundsätzlich vorstellen, dass im Norden Einfamilien- und/oder Doppelhäuser, im Süden eher Mehrgeschosshäuser entstehen. Davon ein großer Teil geförderte Wohnungen zu bezahlbaren Mieten.  

Die Bebauung im Norden stellt die Gemeinde vor verkehrstechnische Herausforderungen. Deshalb hat die SPD beschlossen, einer Bebauung dieser Gebiete nur zuzustimmen, wenn es ein überzeugendes Verkehrskonzept für den ganzen Norden der Gemeinde gibt. Ein Planungsbüro ist damit beauftragt worden. Liegen dessen Vorschläge vor, wird die SPD diese mit den Bürgern diskutieren.

Keine Zustimmung der SPD ohne Beteiligung und Mitentscheidung der Bürger.